Alufix open

November 2005 | Die neue Offenheit - Witte hilft mit „Alufix open“ beim Kostensenken
Mit Alufix open hat das Unternehmen aus Bleckede jetzt ein neues System vorgestellt, das auf offenen Profilen basiert. Es ist kompatibel zum klassischen Alufix und soll helfen, die Kosten im Vorrichtungsbau zu reduzieren.


Witte Gerätebau, Hersteller des modularen Vorrichtungssystems Alufix classic sowie weiterer Spannsysteme, hat auf der Euromold 2004 die Variante „Alufix open“ vorgestellt, die zum Halten von Werkstücken im Bereich der Qualitätssicherung eingesetzt werden kann. Inhaber Horst Witte begründet die Entwicklung des neuen Systems mit der verschärften Kostensituation bei den Endanwendern, die zum großen Teil aus der Automobil- und Zulieferbranche stammen: „Alufix open ist preisgünstiger als die classic-Variante und gleichzeitig einfacher handzuhaben. So kann der Anwender quasi doppelt Kosten sparen. Außerdem kann er vorhandene classic-Komponenten mitverwenden. Denn die neuen Profile lassen sich mit Alufix classic uneingeschränkt kombinieren.“


Das hohe Präzisionsniveau von Alufix classic, das unter anderem durch aufwendige, kostenintensive Bearbeitungsvorgänge erreicht wird, liegt oft weit über den Anforderungen der Kunden. Daher hat sich Witte entschlossen, mit einem einfacheren System die Anschaffungskosten zu senken und gleichzeitig die Montage zu vereinfachen. Das Ergebnis der Entwicklungsarbeit ist Alufix open, das aus Elementen mit Profilquerschnitten in L- und U-Form besteht. Durch die Offenheit dieser Profile sind sie besser zugänglich und lassen sich leichter montieren – was die Vorrichtungsmontage erheblich beschleunigt.


Dabei weist Alufix open auch Alufix-typische Merkmale auf, insbesondere was Durchmesser und Abstände der Rasterbohrungen anbelangt. Dadurch ist das offene System absolut kompatibel zum klassischen Alufix-System. Auch an erreichbarer Stabilität steht die offene Version in keiner Weise nach, erklärt Horst Witte: „Die Stabilität leidet durch die Offenheit nicht zwangsläufig, wenn das Profil in der richtigen Ausrichtung entgegen der Belastung angeordnet wird. Vielmehr wird man in Zukunft mit speziellen Berechnungsprogrammen bisherige Überdimensionierungen und ‚mehrfache Sicherheiten’ entdecken und zu vermeiden suchen. Hier kommt Alufix open gerade richtig. Und wenn die Stabilität der L- und U-Profile nicht ausreicht, lassen sie sich einfach zu Doppel-T oder auch Rechteckrohren verbinden.“
Mit Alufix ist außerdem eine völlig neue Generation Verbindungselemente entstanden. Horst Witte konkretisiert: „Herausragendes Merkmal ist die wesentlich stärkere Verbindung gepaart mit einer schnelleren und besseren Handhabung. Es sind jetzt sogenannte Schwerlastverbinder verfügbar, die durch den formschlüssigen Eingriff in mehrere Bohrungsreihen mit wesentlich kräftigeren Schrauben gegenüber Alufix classic höherbelastbarere Verbindungen ergeben.“


Auf den ersten Blick sieht Alufix open dem classic System sehr ähnlich. Doch neben den offenen Profilstrukturen gibt es weitere Unterschiede, in denen auch der günstigere Preis begründet liegt. So wird für Alufix open kein hochfestes Material verwendet, sondern eine mittelfeste Legierung (min. 320N/mm²), bei der wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit auch der Oberflächenschutz entfallen kann. Darüber hinaus sind die Profile auf Fertigmaß stranggepresst. Das hat etwas größere Toleranzen bei den Außen- und Bohrungsmaßen zur Folge. Nach dem Strangpressvorgang erfolgt keine weitere Bearbeitung der Oberflächen. Sie sind sozusagen pressblank, wodurch Winkelgenauigkeit und Planparallelität im Vergleich zu Alufix classic höhere Toleranzen aufweisen – „was in vielen Fällen unerheblich ist“, ergänzt Horst Witte.
Der Vorrichtungsspezialist erwartet für sein neues System sehr weit gestreute Einsatzgebiete. Trotz des Namens wird es Alufix auch in anderen Werkstoffen geben. Die Nicht-Aluminium-Versionen tragen zur Bezeichnung AF open den Zusatz des jeweiligen Materials, also AF open Acryl und AF open Steel. Je nach Werkstoff ergeben sich weitreichende Anwendungsmöglichkeiten: Wenn Vorrichtungen beispielsweise erhöhten Temperatureinflüssen ausgesetzt sind, ist Stahl anstelle von Aluminium erforderlich.
Schon vor einem Jahr hatte Witte das Vorrichtungssystem Megalu vorgestellt, das ebenso beim Kosten-Sparen hilft. Laut Horst Witte ist „dieser Anspruch realisiert worden. Allerdings hat Megalu keine durchgängigen Rasterbohrungen, ist damit nicht direkt kompatibel zu Alufix classic und lässt sich auch mit Alufix open kaum vergleichen.“ Megalu-Vorrichtungen sind Unikate. Sie lassen sich zwar auch zerlegen, aber da die Elemente vorrichtungsspezifisch erstellt wurden, ist die Wiederverwendbarkeit eingeschränkt. Darüber hinaus ist Megalu nur als komplette Vorrichtung erhältlich. Alufix open ist dagegen ein Baukastensystem, das als Set eingekauft werden kann und uneingeschränkt wieder verwendbar ist.


Das zeichnet Alufix open aus

  • Wiederverwendbarkeit
  • Volle Kompatibilität zu Alufix classic
  • Feste, formschlüssige Verbindungen
  • Nicht nur in Aluminium sondern auch in Stahl und Acryl erhältlich
  • Kostengünstig
  • Einfache Handhabung

Horst Witte Gerätebau

Das 1969 gegründete Unternehmen gilt als Marktführer in den Bereichen Flexible Vorrichtungssysteme und Vakuumspanntechnik. Seine Wurzeln hat das Unternehmen in der Präzisionsbearbeitung großer Werkstücke aus hochfesten Aluminium-Legierungen, wie sie nach wie vor für Kunden aus Luft- und Raumfahrt oder der Medizintechnik übernommen wird. Dieses Know-how fließt aber auch in die
Entwicklung und Fertigung unterschiedlicher Werkstückspannsysteme ein. Witte beschäftigt heute etwa 155 Mitarbeiter, darunter zehn Auszubildende.

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