Modulare Vakuumspannplatten für mehr Anwendungsvielfalt

November 2005 | Modulare Vakuumspannplatten für mehr Anwendungsvielfalt
Auch für das Göttinger Unternehmen Cohn, das sich neben der Fertigung von Spiralfedern mit der Lohnfertigung ein zweites Standbein aufgebaut hat, stand diese Entscheidung an.
Da das Teilespektrum überwiegend großflächige, schwer zu spannende Aluminiumteile mit Durchbrüchen umfasst, war die Frage leicht zu beantworten: „Für unsere Anwendungen kamen von vornherein nur zwei Spannmethoden in Frage, und da wir keine zusätzlichen Hilfsbohrungen wollten, war die Vakuumspanntechnik die einzig akzeptable Methode“, erklärt Geschäftsführer Roland Funke.

Die Vorteile der Vakuumspanntechnik bringt Dirk Overkamp, Abteilungsleiter Frästechnik, schnell auf den Punkt: „Die Möglichkeit der 5-Seitenbearbeitung, viel Freiraum, Zeitersparnis und Präzision haben uns die Entscheidung leicht gemacht.“

Cohn fertigt u.a. Gehäuse (Rückwände, Seitenwände) für Lasermaschinen. Dabei kommen bis zu drei Meter lange Aluminium-Teile auf den Maschinentisch. Nicht selten wird bis zu 70 Prozent des Materials herausgefräst. Mit herkömmlichen Spannmethoden lassen sich derartige Bearbeitungsaufgaben kaum umsetzen.

Hingegen können mit der Vakuumspanntechnik aufgrund umfangreicher Systemkomponenten und Speziallösungen unterschiedliche Anforderungen problemlos bedient werden.
Im Fall Cohn war das Vakuumsystem Vac-Mat von Witte, Bleckede, die beste Spannmethode, denn hiermit können Werkstücke komplett gefräst werden.

Das Vac-Mat-System besteht aus modularen Vakuum-Platten, auf denen Kunststoffmatten – Vac-Mats – platziert werden. Diese ermöglichen ein Durchfräsen der Werkstücke ohne Vakuumverlust. Die Vakuumplatten, welche zur Erzeugung des Vakuums an eine Pumpe angeschlossen sind, haben ein durchgängiges Raster zur Auflage der Vac-Mats. Das Werkstück wird lediglich auf die Vac-Mats gelegt; per Knopfdruck erfolgt die Spannung.
Die von Cohn zu fertigenden Teile müssen hohen Präzisionsanforderungen entsprechen. Dickentoleranzen von 0,05 sind dabei keine Seltenheit. Auch hierbei erweist sich das Vac-Mat-System als vorteilhaft; die Dickentoleranz der Vac-Mats liegt bei 0,04mm. Die zu bearbeitenden Teile werden anhand des Rasters der Vac-Mats ausgerichtet.

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