Flugzeugkomponenten prozesssicher fixieren

Spannanlage
Juni 2012 |

Vorzugsweise bei dünnwandigen, nicht magnetischen Werkstücken eingesetzt, ermöglicht die Vakuum- Spanntechnik die Bearbeitung großflächiger, unebener Bauteile.

Witte Gerätebau, Hersteller unterschiedlicher  Werkstückspannsysteme, ist im Bereich der  Vakuumspanntechnik auf schwierige Anwendungsfälle (Sonderlösungen) spezialisiert.

Für die Luft- und Raumfahrtindustrie hat das Unternehmen bereits mehrere großformatige Vakuum- Spannsysteme gefertigt. Dabei kommt Witte eine jahrzehntelange Erfahrung als Lohnfertiger von Aluminium- Flugzeugteilen sowie eine ebenso lange Erfahrung und ein umfangreiches Know- how in der Vakuumspanntechnik zugute.

 

Bauteilvariabel dank Rasterplatten- Technik

 Die besonderen Anforderungen bestehen meist darin, eine Spannvorrichtung in eine vorhandene CNC- Maschine einzuarbeiten und in den Steuerungsablauf zu integrieren.  Im vorliegenden Fall hat Witte eine Spannanlage gebaut,  die in ein CNC-Hochportal- Bearbeitungszentrum integriert werden sollte.

Heute werden hier meterlange, rohe, zum Teil unebene Aluminiumplatten in Dicken von 9 bis 50mm gefräst. Für die beidseitige Bearbeitung müssen die schweren Bauteile in eine plane Form gebracht werden. Um die erforderlichen Kräfte aufzubringen, wurde eine Anlage entwickelt, die aus einer Vakuum- Spannplatte (montiert auf einen Unterbau mit Lineareinheiten), einem Portal mit Hydraulikstempel und einer Steuerung besteht.

Wegen der hohen Zerspanungsleistung und der unebenen Werkstückaufspannflächen konzipierte Witte eine spezielle Raster- Vakuumplatte als Spanntisch. Dieser Klassiker der Vakuum- Spanntechnik bietet hohe Haltekräfte und ist für Werkstücke mit einfachen Geometrien und  rauen Oberflächen prädestiniert.

Der 2000 x 7000mm große Vakuumtisch ist in 50 Saugbereiche unterteilt, die über eine NC- Steuerung unabhängig voneinander geschaltet werden können.  Eine spezielle Nut- und Dichtschnurgeometrie ermöglicht dabei  die Vakuumspannung von Werkstücken mit großen Unebenheiten.

Mehrere kleine Werkstücke gleichzeitig können auf diese Weise gespannt werden. Dadurch erhöht sich die Effektivität des Spannsystems erheblich.

Die Bestückung der Anlage erfolgt ebenfalls mit Hilfe der Vakuumtechnik durch Sauggreifer per Kran. Um die unebenen Werkstücke in die notwendige Planlage zu bringen, kommt der Hydraulikstempel zum Einsatz. Dabei fährt die Brücke mit bis zu 15m/min. Vorschubgeschwindigkeit an die verschiedenen Positionen des Aluminium- Walzbleches,  wo es vom Stempel mit bis zu 2 Tonnen segmentweise auf die Vakuum- Spannplatte gedrückt wird. Erst dann ist eine ganzflächige Spannung möglich.

Die Spannanlage läuft inzwischen zuverlässig im Dreischichtbetrieb.

Alle Funktionen werden automatisch überwacht und geregelt. Zum Gesamtsystem gehört eine Vakuumzentrale mit ausreichender Saugleistung und einer integrierten Flüssigkeitsabscheidung, für den Fall, dass Kühlemulsionen angesaugt wurden.

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