Rail- Pod- Vakuumspannsystem von Witte

Railpods ohne Werkstück
Stirnwand eines Waggons für Schienenfahrzeuge
April 2013 |

Auch Waggons moderner Schienen- Verkehrsmittel werden aus Aluminium- Doppelkammerprofilen hergestellt. Dafür werden die stranggepressten Kammerprofile auf Großfräsmaschinen  mechanisch bearbeitet. Es erfolgt die  Bearbeitung der Seitenwände, die Fräsbearbeitung der Fügestellen zum Boden und dem Dachanschluss, sowie die Herstellung von Fenster- und Türöffnungen.

 Ein flexibles Spannsystem ist hierbei gefordert, welches den jeweiligen Geometrien der unterschiedlichen Bauteile innerhalb kürzester Zeit angepasst werden kann, um die Nebenzeiten so gering wie möglich zu halten. Da ein wesentlicher Teil der Fräsbearbeitung darin besteht Durchbrüche zu fräsen, muss das Spannmittel so konzipiert sein dies zuzulassen und Störkonturen in allen Achsrichtungen zu vermeiden.

Weil mechanische Spannmittel in allen  Achsrichtungen Störkonturen bilden, ist bei diesen Umgebungsbedingungen die Nutzung der Vakuumtechnik hervorragend geeignet. Hierbei ist das Werkstück an mindestens fünf Seiten frei zugänglich.

Witte hat nun ein „Rail- Pod- Vakuumsystem“ entwickelt.

Dieses Vakuumspannsystem besteht aus kreisrunden Vakuumspannern die auf einer Säule befestigt sind und diese wiederum sind auf ein Fußelement geschraubt.

Der Durchmesser der „Sauger“ kann variabel und je nach Anforderung an die Werkstückgeometrie und den T- Nutenabstand individuell hergestellt werden.

Die Fußelemente werden entweder in der T- Nut des Maschinentisches achsparallel geführt oder sind  in allen Maschinentischrichtungen frei positionierbar. Jeder Punkt des Maschinentisches kann somit erreicht werden. Einfach- oder Mehrfachspannungen mehrerer Werkstücke sind gleichzeitig oder im Pendel  möglich. In Reihe, diagonal oder kreisrunde Anordnungen der Pods und ganz bestimmte dem Bauteil angepasste Positionierungen sind innerhalb nur weniger Minuten realisierbar.

Hohe Investitionskosten, z.B. für eine über den kompletten  Maschinentisch reichende Vakuumspannplatte entfallen. Speziell geformte Dichtelemente ermöglichen sogar ein sicheres Spannen von unebenen Werkstücken.

Richtbohrungen im Zentrum der Spannfläche ermöglichen die genaue Positionierung durch die Pinole der Werkzeugmaschine und oder die Positionsbestimmung.                                                                                                  

Eine zusätzliche Variante zu diesen Rail- Pods ergibt sich, wenn man das Ober- gegen das Unterteil verdreht und somit die erforderliche Aufspannhöhe über dem Maschinentisch manuell einstellt. Auch Werkstücke in denen Absätze in der Aufspannfläche vorhanden sind können mit diesem Vakuumsystem prozesssicher gespannt werden. Diese Pod- Variante wird auf die geforderte Aufnahmehöhe voreingestellt und eingemessen sowie anschließend mittels eines Klemmmechanismus festgestellt. 

Ein hoher Nutzen durch den flexiblen Einsatz und die individuellen Anpassungsmöglichkeiten an unterschiedliche Werkstückformen- und Materialien,

hohe Spannkräfte bei prozesssicherer Vakuumspannung und geringe Investitionskosten zeichnen diese Entwicklung aus dem Hause Witte besonders aus.

Reichhaltiges Zubehör und die energieeffizienten Vakuumaggregate vervollkommnen dieses Vakuum- Spannsystem.

Laut Herstellerangaben sind Einsätze in der Luftfahrt, z.B. bei der mechanischen Bearbeitung von CFK- Werkstücken genauso möglich, wie bei der Zerspanung von Aluminiumplatten- und Profilen, besonders bei großflächigen Formaten. 

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